Ein Vater berichtet, wie zwei seiner eigenen Kinder durch «selektiven Fetozid» getötet wurden.

 

Am 4. März veröffentlichte die englischsprachige Internetseite «americanthinker.com» unter der Überschrift «Die neue Narbe auf meiner Seele» den Artikel eines Vaters, der zwei seiner drei Kinder durch «selektiven Fetozid» verlor. Darin erklärt sich der anonym bleibende Autor für schuldig, absichtlich und wissentlich gegen die erste Pflicht von Eltern verstossen zu haben, da er es versäumt habe, das Leben zwei seiner Kinder zu beschützen.

 

Lange Zeit hätten er und seine Frau versucht, Kinder zu bekommen. Um sich diesen Traum zu erfüllen, hätte das Paar eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen müssen. Etliche Zyklen und mehrere Embryo-Implantationen später wurde seine Frau schliesslich doch schwanger; mit Drillingen! «Es regnet nicht, es schüttet», gibt der Autor den Reproduktionsmediziner wieder. Anders als bei den Versuchen zuvor, hatten es diesmal alle drei der implantierten Embryonen geschafft.

 

«Ich war geschockt», erzählt der Vater. Und obwohl er wusste, welche Bürde damit verbunden war, sei er bereit gewesen, alles ihm Mögliche zu tun, um allen drei Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. «In meiner Frau», fährt er fort, «brach irgendetwas Unerklärliches zusammen. Sie bestand darauf, eine selektive Reduktion durchzuführen zu lassen. Entweder würden zwei getötet, oder sie würde eine vollständige Abtreibung verlangen. Sie war unerbittlich. Sie wollte weder drei noch zwei Kinder austragen. Entweder eines oder gar keines.» Wie der der Vater schreibt, habe er sich in dieser Situation immer wieder gesagt:

 

«Rette wenigstens eines deiner Kinder!»

 

Ich wusste, dass der Abtreibungsarzt uns anlog, als er uns den Vorgang der selektiven Abtreibung erklärte. Er sagte, er würde Kaliumchlorid in die Plazenta spritzen, das den Herzschlag der Babys stoppen würde. Vor dem Fetozid fragte meine Frau ihn immer wieder, ob die Babys Schmerz fühlen würden, was der Arzt verneinte. Ich fragte meine Frau, ob sie sicher sei, etwas tun zu wollen, dass sich nicht mehr rückgängig machen liesse. «Sie nickte», obwohl ihre Augen mit Tränen gefüllt waren. Ich dachte mir, sie weiss genau wie ich, dass wir das Falsche tun. Dann beschreibt er wie er den Fetozid von zwei seiner drei Kinder am Ultraschallbild verfolgte:

 

Der Arzt stach direkt in die Herzen meiner Kinder!

 

Meine Frau schaute nicht hin, aber ich tat es. Ich musste wissen, was mit meinen Kindern passierte. Jedes der Kinder versuchte vor der Spritze zu fliehen, als diese sich der Fruchtblase näherte. Der Arzt stach nicht in die Plazenta, sondern direkt in die Herzen der Kinder. Jedes krümmte sich, als die Nadel den Körper durchbohrte. Ich sah, wie das Herz des Ersten aufhörte zu schlagen, und spürte, wie mit seinem auch mein Herz beinahe aufhörte zu schlagen. Mein zweites Kind kämpfte ganze Minuten lang, dann stand auch sein Herz still. Der Arzt hatte die Unverfrorenheit, das Kaliumchlorid, das die Herzen der Kinder stoppte, als «Medizin» zu bezeichnen. Ich wollte ihn fragen, was er damit heilen wolle? Das Leben? Aber weil bittere Worte nicht ungeschehen machen konnten, was gerade passierte, schwieg ich.

 

«Ich weiss, sie hatten Schmerzen. Ich weiss, sie hatten panische Angst. Und ich weiss, das war Mord!»

 

Das schreibt der Vater über den Fetozid. Mein einziger Trost war, dass ein Kind überlebte, und ich hoffte, dass es gesund und ohne Komplikationen zur Welt kommen wird. Seitdem, verrät der Autor, bete er jeden Tag zu Gott und bitte ihn, er möge seine beiden unschuldigen Kinder bei sich aufnehmen und willkommen heissen. Auch seine beiden Kinder bitte er jeden Tag um Vergebung. Und so solle er es für den Rest seines Lebens halten.

 

Aus Rundbrief «Stiftung JA ZUM LEBEN – Mütter in Not INTERNATIONAL»